Zeit zum Zuhören

Wer ein Krankenhaus aufsuchen muss, hofft auf Heilung oder Linderung der körperlichen Nöte. Mit der Krankheit oder bevorstehenden Operation verbinden sich oft Unsicherheiten, Ängste oder offene Fragen. So mancher ist in solch einer Situation dankbar für einen Menschen, der für ihn da ist und das Gespräch anbietet.

 

Wenn die Seele Zuwendung braucht

Ein Krankenhausaufenthalt ist immer eine Ausnahmesituation im Leben, die Fragen aufwirft, Ängste an den Tag bringt und das Leben auf den Kopf stellen kann. Da mag es sein, dass man neben kompetenter medizinischer und pflegerischer Hilfe auch seelischen Beistand braucht.  Bei der Vielzahl der Patientinnen und Patienten ist es uns nicht möglich, alle zu besuchen. Wenn Sie uns aber sprechen möchten, kommen wir gern. Sie erreichen uns über den Pflegedienst Ihrer Station.

Offen für alle Menschen

Wir kommen gerne zu Ihnen und sind Wegbegleiter, unabhängig davon, welcher Konfession oder Religion Sie angehören. Wenn Sie es wünschen, vermitteln wir Ihnen auch den Kontakt zu anderen Glaubensgemeinschaften.

Unser Selbstverständnis

Die Seelsorge in den Alexianer-Einrichtungen steht in der Tradition der Ordensgemeinschaft der Alexianerbrüder und bezieht ihren Auftrag aus der Botschaft Jesu. Ihr biblischer Leitspruch „caritas christi urget nos“ - Die Liebe Christi drängt uns (2 Kor 5,14) - inspiriert das Handeln der Seelsorge.

Sie geht den Weg der Begleitung mit Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen und weiß um Gottes heilende Gegenwart. Die Seelsorge versteht es als ihre Aufgabe, diese Grundhaltung in den Einrichtungen zu fördern und sie als Handlungsgrundlage aller Mitarbeitenden lebendig zu halten. Sie gestaltet und fördert das christliche Leben in den Einrichtungen. Wir betrachten den Menschen als Ebenbild Gottes, versehen mit seiner unverwechselbaren Würde. Diese gilt es zu bewahren in allen Phasen menschlichen Seins. Die Seelsorge arbeitet mit den anderen Diensten in den Einrichtungen zusammen. Gleichzeitig bietet sie in ihrer Eigenständigkeit einen Raum der Verschwiegenheit und Vertraulichkeit. Die Seelsorge handelt in ökumenischer Verbundenheit der Kirchen. Institutionell orientiert sie sich an der Handreichung der Katholischen Bischofskonferenz „Die Sorge der Kirche um die Kranken“ (Bonn 1998) und den Leitlinien für die evangelische Krankenhausseelsorge „Die Kraft zum Menschsein stärken“ der EKD, (Hannover 2004).

In der Tradition der Borromäerinnen

Im St. Josefs-Krankenhaus führen wir die Tradition der Borromäerinnen fort. Der Ankunftstag der Ordensschwestern vom hl. Karl Borromäus, der 1. Mai 1862, wird als Gründungstag des St. Josefs-Krankenhauses bezeichnet.

Die Borromäerinnen prägten die Atmosphäre in unserem Krankenhaus nachhaltig. Unsere Patienten können darauf vertrauen, dass wir Ihnen hier mit christlicher Nächstenliebe, Achtsamkeit und Respekt begegnen.

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus zu Trier ist hervorgegangen aus einer Wohlfahrtsstiftung des Emmanuel Chauvenel, einer sogenannten "Charité", die er 1652 zu Nancy (Lothringen) errichtete. Angeregt durch den Geist des Evangeliums übernahmen die Schwestern die Aufgabe, "arme Kranke, die jeder Hilfe entbehren, zu besuchen, ihnen zu helfen, sie zu trösten und Sorge zu tragen, dass ihnen die Sakramente der Kirche gespendet werden."


Der Gründer stellte seine Stiftung unter den Schutz der Heiligen Familie und gab den Mitgliedern den Namen "Schwestern von der Heiligen Familie". Nach einem ihnen zugewiesenen Haus "Saint Charles" wurden sie vom Volk "Schwestern von der Charité St. Charles" und später in Deutschland "Borromäerinnen" genannt. Ihre Hauptpatrone sind daher die Heilige Familie und der hl. Karl Borromäus.


Seit 1810 breitete sich die Kongregation auch in Deutschland, besonders im Bistum Trier, aus. Im Jahr 1849 wurde für die deutschen Niederlassungen eine eigene Provinz errichtet mit dem Provinzialmutterhaus in Trier. Bedingt durch den preußischen Kulturkampf wurde die Provinz 1872 von Rom als selbstständige Kongregation erklärt mit dem Mutterhaus in Trier. Daher sind sie in Deutschland auch als Trierer Borromäerinnen bekannt.

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus zu Trier ist eine Kongregation päpstlichen Rechts (1859) mit apostolisch-caritativer Tätigkeit.


Die Schwestern wirken in Deutschland, Niederlande und Tansania in der Kranken- und Altenpflege, in der Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Kindergärten, Kindertagesstätten und Horten, in Heimen und Schulen, in verschiedenen Seelsorgebereichen, in der Aussiedlerbetreuung und in der Wirtschaftsführung kirchlicher Einrichtungen.

Seit 1970 sind alle sieben Kongregationen der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus, die aus dem Stamm-Mutterhaus Nancy hervorgegangen sind, in einer Föderation verbunden.


Die Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus haben seit der Gründung des St. Josefs-Krankenhauses die unterschiedlichsten Aufgaben wahrgenommen und die christliche Atmosphäre im Krankenhaus geprägt.


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