Vierter Krankenhausplan: Nonnemacher übergibt neuen Feststellungsbescheid

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher mit Prokuristin Friederike Röder
Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher übergibt den neuen Feststellungsbescheid an Prokuristin Friederike Röder, die ihn stellvertretend für das Krankenhausdirektorin entgegennahm (Foto: Alexianer Potsdam)

, Alexianer St. Josefs-Krankenhaus

Bei einem Besuch des Alexianer St. Josefs-Krankenhauses in Potsdam hat Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher am heutigen Samstag (14. August) den neuen Feststellungsbescheid an die Einrichtung übergeben. Grundlage dafür ist der Vierte Krankenhausplan des Landes Brandenburg, der seit dem 1. August in Kraft ist. Mit dem Bescheid erhöht sich die Gesamtbettenkapazität des Hauses von 244 auf 248 vollstationäre Betten. Zugleich informierte sich die Ministerin über die Arbeit des Krankenhauses und die besonderen Herausforderungen in Pandemie-Zeiten.

Nonnemacher: „Die Brandenburger Krankenhäuser sind und bleiben die zentralen Anker unserer Gesundheitsversorgung. Durch den Vierten Krankenhausplan haben die Einrichtungen nun Planungssicherheit, die für die Entwicklung zukunftssicherer, belastbarer Konzepte genutzt werden kann. Gerade die Corona-Pandemie hat viele Häuser an ihre Belastungsgrenze gebracht und deutlich gezeigt, dass wir die Gesundheitsversorgung im Land weiter stärken und ausbauen müssen. Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Alexianer St. Josefs-Krankenhauses für Ihre hervorragende Arbeit während der Patientenversorgung tagtäglich und ganz besonders während der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie.“

Das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus ist ein Krankenhaus der Grundversorgung. Grundversorger sollen in jeder Region wohnortnah die Versorgung für die am häufigsten auftretenden Krankheiten absichern. In der Regel wird neben der Inneren Medizin und Chirurgie mindestens ein weiteres Fachgebiet geführt, welches das Leistungsangebot ergänzt. Im Alexianer St. Josefs-Krankenhaus runden die Frauenheilkunde/Geburtshilfe sowie die Neurologie das Angebot ab.

Mit dem Vierten Krankenhausplan erhöht sich die Gesamtbettenkapazität von 244 auf 248 Betten. In der Chirurgie und in der Frauenheilkunde/Geburtshilfe wurde die Bettenzahl entsprechend der Bedarfsanalyse leicht reduziert (Chirurgie -4 Betten; Frauenheilkunde/Geburtshilfe -2 Betten), im Fachbereich Inneres und Neurologie dagegen entsprechend der Bedarfsanalyse etwas erhöht (Inneres +4 Betten; Neurologie +6 Betten).

Oliver Pommerenke, Geschäftsführer des Alexianer St. Josefs-Krankenhauses: „Die Grundversorger sind und bleiben wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgungsstruktur, insbesondere in einem Flächenland wie Brandenburg. Sie sind ein wichtiges Element der Daseinsvorsorge und müssen für die Menschen nah erreichbar bleiben. Wir freuen uns natürlich sehr, dass sich diese Wahrnehmung in der aktuellen Landeskrankenhausplanung widerspiegelt. Besonders dankbar bin ich für das rege Interesse von Ministerin Nonnemacher, gleichzeitig die Strukturen der Notfallversorgung, die Frage der Drittimpfung vor Ort und das wichtige Thema der Digitalisierung zu diskutieren.“

Der Vierte Krankenhausplan wurde im Juni von der Landesregierung beschlossen und ist seit dem 1. August in Kraft. Mit dem Papier wurde Neuland beschritten, denn zum ersten Mal haben Berlin und Brandenburg ihre jeweiligen Krankenhausplanungen umfassend miteinander abgestimmt. Ziel ist die Sicherung einer qualitativ hochwertigen und wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung mit Krankenhausleistungen. Im Krankenhausplan sind insgesamt 54 Krankenhäuser an 66 Standorten aufgenommen. 22 davon befinden sich in öffentlicher, 19 in privater und 13 in freigemeinnütziger Trägerschaft.

Der Plan legt die Eckpfeiler der Krankenhausplanung für die nächsten Jahre fest. Er sieht eine Aufstockung der Gesamtbettenkapazität im Land gegenüber der Planung von 2017 von 16.896 auf 17.666 vor. 15.694 dieser Betten sind vollstationär, 1.972 teilstationär.