Belastungsgrenze erreicht

St. Josefs erreicht Belastungsgrenze

, Alexianer St. Josefs-Krankenhaus

St. Josefs-Krankenhaus stoppt vorübergehend die Aufnahme weiterer intensivpflichtiger SARS-CoV-2-infizierter Patientinnen und Patienten

Das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus hat am Mittwochnachmittag die weitere Aufnahme intensivpflichtiger SARS-CoV-2-infizierter Patientinnen und Patienten vorerst gestoppt. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) des Landes Brandenburg und die Leitstelle Potsdam wurden entsprechend informiert. Alle beatmungspflichtigen Patienten werden ab sofort u.a. an das Versorgungscluster Corona Westbrandenburg (VCC West) weitergeleitet. 

Die Notaufnahme des St. Josefs-Krankenhauses arbeitet im Regelbetrieb rund um die Uhr weiter. Sämtliche akute Notfälle, wie Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Unfallopfer werden versorgt und nicht abgewiesen.

„Die Menschen der Stadt erwarten von uns zu Recht, dass wir mit ganzer Kraft daran arbeiten, die medizinische Versorgung aller Patienten sicherzustellen. Zugunsten der adäquaten Notfallversorgung der Landeshauptstadt Potsdam müssen wir Verantwortung übernehmen. Ohne weitere personelle Unterstützung können wir nicht mehr zuverlässig arbeiten“, sagt Regionalgeschäftsführer Oliver Pommerenke.

Diese enorme Verantwortung beansprucht die personellen Ressourcen immens. Insbesondere in der Intensivpflege haben die Engpässe inzwischen so zugenommen, dass eine adäquate Versorgung von vital bedrohten Corona-Patienten nicht mehr gewährleistet werden kann.

Mit dem durch das Robert-Koch-Institut erfolgten Aufnahmestopp des Schwerpunktversorgers Klinikum Ernst-von-Bergmann am 1.4.2020, ist die verantwortungsvolle Aufgabe der stationären Gesundheitsversorgung der Potsdamerinnen und Potsdamer zu großen Teilen auf das St. Josefs-Krankenhaus Potsdam im Verbund mit seinen Schwesterkliniken, Evangelisches Zentrum für Altersmedizin und Oberlinklinik übergegangen. So können seit dem 9.4.2020 auf der Low Care Covid-19 Station des Evangelischen Zentrums für Altersmedizin Patienten mit leichteren klinischen Verläufen, aber auch Palliativpatienten aus dem St. Josefs-Krankenhaus zur Entlastung versorgt werden.

„Keiner von uns hat damit gerechnet, dass das Bergmann-Klinikum als Schwerpunktversorger auf unabsehbare Zeit ausfällt. Für uns hat dies neben der bereits auf Hochtouren laufenden COVID-19 Patientenbehandlung auch spürbare Auswirkungen, z.B. eine Verdreifachung der Inanspruchnahme unserer Notaufnahme. Als relativ kleines Krankenhaus halten wir seit nunmehr fast zwei Wochen die reguläre Notfallversorgung der Potsdamer Bevölkerung am Laufen“, so Pommerenke. 

Auch innerhalb der Mitarbeiterschaft gibt es Infizierte (seit Anfang März 40 Mitarbeitende, Stand: 15.04.2020) , die aufgrund der häuslichen Quarantäne mindestens 14 Tage nicht einsetzbar sind. Im St. Josefs-Krankenhaus sind schon frühzeitig nötige persönliche Schutzmaßnahmen eingeführt worden. Dazu zählen die Pflicht zum Tragen des Mund-Nase-Schutzes für Mitarbeiter und Patienten und die strikte Trennung von Personal in COVID- und non-COVID Bereiche. Diese Trennung hat natürlich zur Folge, dass Personal zur Kompensation von Ausfällen nicht mehr innerhalb des Krankenhauses rotieren kann.

In den kommenden Tagen wird nun versucht, zusätzliches Pflegepersonal aus den Reihen des Alexianer-Verbundes zu rekrutieren. Ziel ist es, so schnell wie möglich die komplette Aufnahmefähigkeit wieder herzustellen.

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