Behandlungskapazitäten von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 oder Verdacht werden deutlich erhöht

Die COVID-19-Isolierstation am St. Josef-Krankenhaus
Unter der Ärztlichen Leitung der Chefärztin Dr. Gesine Dörr (Innere Medizin) und Chefarzt Dr. Torsten Schulze (Anästhesie & Intensivmedizin) (v.l.) sind die Kolleginnen und Kollegen der Pflegeteams im St. Josefs entschlossen darauf eingestellt, die gegenwärtige Lage gemeinsam zu meistern (Foto: Alexianer Potsdam)

, Verbund Christliche Kliniken Potsdam

Die Zahl der an Corona infizierten Menschen in Brandenburg steigt stetig und damit der Bedarf an zusätzlichen stationären Behandlungskapazitäten. Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, hat das St. Josefs-Krankenhaus Potsdam daher diese Woche weitreichende Entscheidungen getroffen. So geht am Freitag (20.3.2020) eine 43-Betten starke Isolierstation ans Netz. Hier werden ausschließlich Patienten, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, versorgt. 

Aufstockung der Intensiv- und Beatmungskapazitäten von 8 auf 29 Intensiv-Betten

Um auch für den Anstieg an beatmungspflichtigen Patienten gut vorbereitet zu sein, wurden auf der neuen Isolierstation 9 zusätzliche Beatmungsplätze geschaffen. Mit einer weitreichenden Bestellung an zusätzlichen Beatmungsgeräten soll die Anzahl an Beatmungsplätzen auf 21 aufgestockt werden. Daneben stehen für die Behandlung nicht-infizierter Patienten weitere 8 Intensivbetten zur Verfügung. 

„Die Menschen der Stadt erwarten von uns zu Recht, dass wir gemeinsam und mit ganzer Kraft daran arbeiten, die medizinische Versorgung von Corona-Patienten sicherzustellen. Deshalb haben wir uns innerhalb kürzester Zeit dazu entschieden, eine komplette Corona-Station zu etablieren. Mit der Bestellung von 15 zusätzlichen Beatmungsgeräten sind wir nun auch auf jeden Schweregrad vorbereitet“, sagt Regionalgeschäftsführer Oliver Pommerenke. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigen in dieser besonderen Lage ein Höchstmaß an Flexibilität und Engagement. Dafür bin ich allen sehr dankbar“, sagt Pommerenke. Parallel ist die Schulung und Einarbeitung von zusätzlichem pflegerischem und ärztlichem Personal in vollem Gange. 

„Mit vereinten Kräften all unserer Krankenhaus-Mitarbeiter haben wir es geschafft, binnen fünf Tagen mit der neuen Isolierstation startklar zu sein. Das ist enorm und zeigt, wie wir alle an einem Strang ziehen, um diese besondere Situation zu meistern“, ergänzt Friederike Röder, Prokuristin des St. Josefs-Krankenhauses.

Bündelung der personellen Ressourcen des Verbundes Christlicher Kliniken Potsdam

Die drei Einrichtungen der Christlichen Klinken Potsdam arbeiten bei der Bewältigung der Lage ebenfalls eng zusammen. So stellt die Oberlinklink Ärztinnen, Ärzte und Pflegende zur Unterstützung des St. Josefs-Krankenhauses und übernimmt Patienten zur postoperativen Nachbetreuung nicht infizierter Patienten. Das Evangelische Zentrum für Altersmedizin hat ebenfalls eine komplette Station für die Nachsorge internistischer Patienten eingerichtet. So kann sich das St. Josefs-Krankenhaus auf die Behandlung der Corona-Patienten konzentrieren.

„Wir stehen in ständiger Abstimmung mit unseren Kollegen aus den beiden Schwestereinrichtungen. Der Plan zur optimalen Versorgung der Corona-Patienten funktioniert nur in enger Zusammenarbeit“, berichtet Dr. Gesine Dörr, Ärztliche Direktorin des St. Josefs-Krankenhauses. „Mit der neu geschaffenen Corona-Station sind wir gut vorbereitet und können auf die dynamische Lage reagieren“, so Dr. Dörr.

Notaufnahme arbeitet regulär, alle verschiebbaren Eingriffe und Operationen abgesagt

Um die stationären Ressourcen für vital bedrohte Patienten zu schonen, wurden alle nicht medizinisch dringlichen Operationen bis auf weiteres verschoben. Ausgenommen davon sind zum Beispiel die Operation von Krebspatienten oder Unfallopfer. Die Notaufnahme des St. Josefs-Krankenhauses arbeitet im Regelbetrieb rund um die Uhr weiter.

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