Sommersymposium zu moderner Altersmedizin

Chefarzt Dr. Manuel Anhold, Oberärztin Susanne Gerz, Dipl. Biochemikerin Ulrike Gerstmann, Ärztliche Direktorin und Chefärztin Dr. Gesine Dörr, Oberärztin Dr. Antje Kühne sowie Chefarzt Dr. Ralf Uhlig in der Wissenschaftsetage des Bildungsforums Potsdam (v.l.n.r)

, Alexianer Region Potsdam

Die Fachveranstaltung für niedergelassene Kolleginnen und Kollegen sowie Mitarbeitende am 28. August 2019 rückte die Behandlung „alter“ Menschen als Schwerpunktthema in den Mittelpunkt. "Die Altersmedizin gewinnt immer mehr an gesellschaftspolitischer Bedeutung". So begann Frau Dr. Kristina Böhm, Amtsärztin in Potsdam, ihr Grußwort zum gemeinsamen Sommersymposium des St. Josefs-Krankenhauses Potsdam und des Evangelischen Zentrums für Altersmedizin Potsdam. Sie begrüßte die Verknüpfung von Akutmedizin und Geriatie und zeigte weitere Möglichkeiten gemeinsamer Aktivitäten auf, die zukünftig eine zentrale Rolle spielen werden.

Die Definition Alter ist hinlänglich bekannt, ab dem 50. Lebensjahr sprechen wir von den alternden Menschen. Laut Definition der World Health Organization (WHO) ist der Mensch ab dem 76. Lebensjahr ein "alter Mensch". Dr. Gesine Dörr, Ärztliche Direktorin und Chefärztin am St. Josefs-Krankenhaus, führte in das Symposium ein und moderierte die Veranstaltung. Die moderne Altersmedizin ermögliche, dass Patienten in den verschiedenen Sektoren von Akutklinik, stationärer Geriatrie, bis hin zu geriatrischer Rehabilitation sowie bei der Überleitung in die geriatrische Tagesklinik und in den ambulanten Sektor begleitet werden, betonte Frau Dr. Dörr.

Dr. Manuel Anhold, seit Januar 2019 Chefarzt im Evangelischen Zentrum für Altersmedizin, definierte in seinem Eröffnungsvortrag den Geriatrischen Patienten. Geriatrische Behandlungssettings, Alterssyndrome, essentielle Multimorbidität und Polypharmazie sowie den geriatrischen Notfallpatient wurden vorgestellt. PD Dr. Olaf Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie am St. Josefs, stellte anhand von Fallbeispielen den neurologisch-geriatrischen Patienten vor. In seinem Vortrag wurden alterstypische Krankheitsbilder vorgestellt und Verknüpfungen zu neurologischen Erkrankungen ausführlich diskutiert.

Jegliche Aspekte der Viszeralchirugie, die es besonders beim hochbetagten Patienten zu beachten gilt, erläuterte Chefarzt der Klinik für Chirurgie, Dr. Ralf Uhlig. Sein Klinikkollege Dr. Silvio Horn, Departmentleiter der Gefäßchirurgie, referierte über Aortenaneurysmen, moderne Diagnose- und Behandlungsverfahren und die sich darstellende Problematik bei nicht rechtzeitigem Handeln. Susanne Gerz, Oberärztin der Klinik für Chirurgie, stellte die Dekubitusbehandlung vor. Neben dem enormen pflegerischen Aufwand für diese Patienten sind immer wieder der Ernährungszustand und die Versorgung an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen kritisch auf den Prüfstand zu stellen.

Dr. Antje Kühne, Oberärztin und Diabetologin in der Klinik für Innere Medizin diskutierte veränderte Grenzwerte bei Diabetikern im Alter. So ist eines der vorrangigen Ziele, die Vermeidung von Hypoglykämien und die Gabe von Antidiabetika vs. Alter regelmäßig zu evaluieren. Ulrike Gerstmann, Ernährungs- und Diabetesberaterin am St. Josefs-Krankenhaus wies darauf hin, dass die Zusammensetzung der Nahrung auch im Prozess des Alterns weiterhin den Ansprüchen einer gesunden und ausgewogenen Ernährung entsprechen, jedoch noch stärker auf die individuellen Bedürfnisse eingehen müsse.

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