High-five für die MS-Ambulanz

MS-Ambulanz zum fünften Mal rezertifiziert
DMSG-anerkanntes MS-Schwerpunktzentrum: Facharzt Christian Albert, MFA Susanne Wils, Arzt in Weiterbildung Pedro Sànchez López, Schwester Daniela Jakob und Chefarzt PD Dr. Olaf Hoffmann (v.l.n.r) nehmen das Zertifikat erneut von Marianne Seibert, Vorstandsvorsitzende der DMSG, Landesverband Brandenburg e. V., entgegen (Bildmitte) Foto: Alexianer Potsdam

, Alexianer St. Josefs-Krankenhaus

Spezialisiertes Personal, fortschrittliche Diagnostik und Behandlungsmethoden, stetig wachsende Patientenzahlen: Die MS-Spezialambulanz des St. Josefs-Krankenhaus erhält zum fünften Mal das Zertifikat von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft. Damit gilt die Anlaufstelle für Patienten und Patientinnen mit Multipler Sklerose als MS-Schwerpunktzentrum.

Die Diagnose „Multiple Sklerose“ kann besonders angsteinflößend für Patienten sein, weil sie viele Unsicherheiten und unbekannte Einschränkungen für die Zukunft birgt – nur keine Heilung. So fragen sich Betroffene: Wie wird die Krankheit voranschreiten? Kann sich der Zustand nicht doch verbessern? Und wie geht man neben die physischen auch mit psychischen Komplikationen um?

Mit den speziell auf die Erkrankung zugeschnittenen und fortschrittlichen Diagnostik- und Therapieangeboten bietet die MS-Spezialambulanz im St. Josefs-Krankenhaus in Potsdam ein spezialisiertes Zentrum für Betroffene. Für die qualitativ hochwertige Behandlung von MS-Betroffenen wurde die Spezialambulanz mittlerweile zum fünften Mal von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, kurz DMSG, zertifiziert.

Etwa 2000 MS-Erkrankte werden pro Jahr in der MS-Spezialambulanz betreut. Die Anzahl der Patientinnen und Patienten stieg seit der Gründung, 2009, stetig. Zwei Jahre später, im Juli 2011 wurde die Ambulanz zum ersten Mal von der DMSG als MS-Zentrum zertifiziert. Die Expertise des medizinischen Fachpersonals, die Anzahl der behandelten Patienten sowie innovative Möglichkeiten der MS-Diagnostik und Therapie sind Kriterien für die Zertifizierung als MS-Zentrum.

Außerdem spielt die Datenerfassung für das Deutsche MS-Register der DMSG eine wichtige Rolle: Mit den Daten wird deutschlandweit geforscht, um die allgemeine Versorgung von MS-Patienten zu optimieren. Die zertifizierten MS-Zentren, wie im St. Josefs-Krankenhaus, behandeln damit nicht nur die einzelnen Betroffenen, sondern arbeiten gemeinsam daran, deutschlandweit verbesserte Behandlungsmethoden für MS-Erkrankte zu ermöglichen.

Die Auszeichnung als DMSG-anerkanntes MS-Schwerpunktzentrum ist auch der Zusammenarbeit mit Privatdozent Dr. Olaf Hoffmann und seinem Team von Neurologen zu verdanken. Mit seiner Spezialisierung auf Neurologischer Intensivmedizin und Klinischer Neurophysiologie behandelt er Patientinnen und Patienten mit multipler Sklerose zuverlässig. Für den Erhalt des Zertifikats muss auch das Fachpersonal mindestens zwei Jahre lang Erfahrung bei der Pflege und Behandlung von MS-Betroffenen vorweisen. Mit regelmäßigen Fort- und Weiterbildungen der DMSG bleibt das Personal stets auf dem neuesten Stand.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft DMSG – Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. ist ein Netzwerk aus Menschen mit MS-Diagnose und jenen, die sich für die Forschung und Verbesserung der Behandlungsmethoden einsetzen. Seminare und Beratungsstellen helfen den Betroffenen und Angehörigen, sich zu informieren und die Situation zu verarbeiten.