Seit 5 Jahren: Zertifizierte Behandlung bei Nebendiagnose Diabetes

Das Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet“ der Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)
Das engagierte Diabetesteam im St. Josefs: Dr. med. Antje Kühne, Diabetologin LÄK, Dr. med. Helga Steckeler, Diabetologin DDG, Ulrike Gerstmann, Diabetesberaterin DDG und Ernährungsberaterin und die Chefärztin der Klinik für Innere Medizin, Dr. Gesine Dörr (v.l.n.r.) (Foto: Alexianer Potsdam)

, Alexianer St. Josefs-Krankenhaus

Menschen mit Diabetes möchten sich darauf verlassen können, dass ihr Blutzuckerspiegel bedarfsgerecht überwacht wird, die Narkose auf ihre Diabeteserkrankung abgestellt ist und spezifische Kenntnisse für den Fall einer Blutzuckerentgleisung bereit steht. Das Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet“ der Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat das Ziel, die Qualität der Behandlung für Menschen mit der Nebendiagnose Diabetes zu verbessern. Drei der zu erfüllenden Kriterien sind besonders wichtig: Es müssen sowohl diabetologisch versierte Ärztinnen und Ärzte als auch entsprechende Pflegekräfte zur Verfügung stehen. Zudem muss gewährleistet sein, dass die Blutzuckerwerte bei allen Patienten geprüft werden.

Steigende Tendenz 

Diesem Qualitätsversprechen wird das St. Josefs-Krankenhaus inzwischen seit fünf Jahren gerecht. Am 30. Juni 2016 erhielt es als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland (bundesweit das 48. Krankenhaus) zum ersten Mal das Zertifikat. Drei Jahre später wurde es erneut vergeben. Dreißig Prozent der jährlich stationär behandelten Patientinnen und Patienten im St. Josefs-Krankenhaus haben eine Nebendiagnose Diabetes. Die Tendenz ist steigend. Ihre Grunderkrankung wird kompetent berücksichtigt, auch wenn sie sich etwa wegen eines Eingriffs an Bauch, Bein oder Herz ins St. Josefs begeben.

Auch bisher unentdeckte Diabetes erfasst

„Wir haben an unserer Klinik ein routinemäßiges Screening auf erhöhte Glukosewerte. Bei allen neu aufgenommenen Patienten werden so die Blutzuckerwerte bestimmt. Damit werden nicht nur die Patientinnen und Patienten mit Diabetes erfasst, sondern auch jene, deren Diabetes bislang unentdeckt geblieben ist“, erklärt Diabetologin Dr. Antje Kühne. „Die fächerübergreifende Diabeteskompetenz mit den standardisierten Abläufen ist hierbei besonders hervorzuheben. Davon profitieren vor allem unsere Patientinnen und Patienten, denn ein gut eingestellter Diabetes trägt dazu bei, Komplikationen wie Nierenversagen, Lungenentzündung und Wundheilungsstörungen zu verhindern“, so Dr. Kühne.

Ansporn des Diabetesteams im St. Josefs ist es, auch weiterhin den hohen Ansprüchen an Qualität, die mit der Vergabe des DDG-Zertifikates verbunden sind, im täglichen Klinikalltag gerecht zu werden.