21. Weltkongress der IMCAS

Chefarzt Dr. Alexander Schönborn war einer der Koordinatoren eines innovativen Workshops, bei dem die Teilnehmer parallel Live-Übertragungen von Operationen aus der Clinique des Champs Elysées sowie von anatomischen Präparationen in der berühmten Pariser Chirurgenschule Fer-à-Moulin verfolgen konnten.

19.02.19, Alexianer St. Josefs-Krankenhaus

In Paris fand vom 31.01. bis 02.02.2019 der 21. Weltkongress der IMCAS (International Master Course on Aging Science) statt.  Mit 11.000 internationalen Teilnehmern und 265 wissenschaftlichen Sitzungen führt der Kongress die Plastische Chirurgie, Dermatologie und Wissenschaft in der ästhetischen Medizin zusammen.

„Der IMCAS-Weltkongress bietet alljährlich die Möglichkeit, die Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Welt zu intensivieren und mit internationalen Experten engere Kontakte zu knüpfen. Darüber hinaus stellt der Kongress eine großartige Plattform dar, um die Zukunft der ästhetischen Medizin zu erörtern“, berichtet Dr. med. Alexander Schönborn, Chefarzt der Ästhetisch-plastischen Chirurgie am St. Josefs-Krankenhaus Potsdam. „Der kontinuierliche fachliche Austausch sowie die Präsentation und Diskussion der Forschungsarbeiten von einigen der weltweit bekanntesten Ärzten in der ästhetischen Medizin sind eine ganz wesentliche Basis, um den Patienten künftig noch bessere Behandlungsmöglichkeiten anbieten zu können“, so Alexander Schönborn.

In diesem Jahr hatte der IMCAS-Kongress einen starken chirurgischen Schwerpunkt. Die Eröffnungssitzung stand unter dem Motto „Gesichtschirurgie - Streben nach dem perfekten Gesicht und Hals“ und beeindruckte unter anderem durch unkonventionelle Präsentationsformen. So traten jeweils zwei Plastische Chirurgen zum „Vortragsduell“ an. Dabei stellen die Operateure ihre jeweilige Technik vor. Im Anschluss votiert das Auditorium per App für oder gegen die jeweils vorgestellte Technik. „Die klinische Bewertung der Gesichtsverjüngung ist häufig schwierig, da sie immer subjektiv ist. Es ist schon eine gewisse Herausforderung, die Überlegenheit einer Operationstechnik gegenüber einer anderen zu vertreten“, so Dr. Schönborn.

Er selbst verteidigte in seinem Vortrag das 2-Ebenen-Facelift, bei dem die Haut und das darunter liegende SMAS in zwei separaten Ebenen operiert werden. Das SMAS ist eine Schicht aus Bindegewebe und Muskelfasern, die zwischen der Haut und den mimischen Muskels des Gesichts liegt. Wenn sie beim Facelift in zwei separaten Ebenen operiert werden, können Haut und SMAS auch separat in verschiedene Richtungen gestrafft werden. Das SMAS wird vor allem nach oben und innen rotiert, um der Jochbeinregion Volumen zurückzugeben. 75% der Teilnehmer der Sitzung votierten für Dr. Schönborns Technik. Weitere elegante Vorträge hielten Dr. Timothy Marten aus San Francisco und Dr. Dirk Richter aus Köln-Wesseling zur Behandlung des Halses bzw. der Unterlider beim Facelift.

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